Mit einem Gesamtsieg beendete das amtierende Meisterteam Matthias Kahle/Peter Göbel (Škoda Octavia WRC) die Pneumant-Rallye rund um die Lutherstadt Wittenberg, den zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2003. Nach dem Nullergebnis beim Saisonauftakt in Schongau heimste das Škoda Team erstmals in dieser Saison die volle Punktzahl für die angestrebte Titelverteidigung ein. Was mit Siegersekt endete, hatte für Matthias Kahle am Freitagmorgen in Wittenberg mit einer Torte begonnen, mit der Škoda Auto Deutschland an ein Jubiläum erinnerte: Vor zehn Jahren startete der Görlitzer in Wittenberg erstmals bei einer internationalen Rallye, feierte auf Anhieb einen Klassensieg und war nun exakt zum zehnten Mal bei der Pneumat-Rallye am Start. Kahle erarbeitete sich auf den 17 Wertungs-prüfungen einen Vorsprung von 4.17,2 Minuten auf den Zweitplazierten Sandro Wallenwein (Mitsubishi). Fazit des mittlerweile vierfachen Deutschen Meisters im Ziel: „Vor zehn Jahren waren es drei Minuten Vorsprung auf den Zweiten – es scheint wohl, dass ich mich seither etwas gesteigert habe.“ Angesichts des beruhigenden Zeitpolsters konnte es sich der Škoda Pilot leisten, für die beiden Prüfungen auf dem Rundkurs Rade eine zuschauerfreundliche Reifenwahl zu treffen und die Asphaltstrecke in großen Driftwinkeln mit Schotterprofil anzugehen. Kurz vor Schluss sorgte lediglich ein Regenschauer für eine beschlagene Frontscheibe und etwas Stress auf der drittletzten Prüfung, ansonsten lautete Matthias Kahles Kommentar angesichts des problemlos laufenden Octavia WRC: „Alles easy, volle Punktzahl für die Fahrer- und Markenwertung.“ Das Privatteam Maik Stölzel/Thomas Windisch (Zwickau) belegte mit seinem Octavia WRC den fünften Platz. Geburtstagskind Stölzel wurde am Samstag von einem Plattfuß gebremst und haderte stellenweise auch mit der Software seines Motormanagements („Uns fehlten auf einigen Graden bis zu 30 km/h in der Endgeschwindigkeit.“). Schließlich brachte Maik Stölzel den zu Saisonbeginn aus Werksbeständen erworbenen Octavia WRC wie bei der Oberland-Rallye ohne Kratzer ins Ziel. Äußerlich unversehrt blieb auch der Octavia Kit Car des Privatteams Andreas Gerst/Tanja Neidhöfer, das auf der Oberland-Rallye einen viel beachteten vierten Platz erreicht hatte. Allerdings hatte das Team mit dem Auto des Mayener Škoda Partners Fischbach Pech mit dem Antriebsstrang des 260 PS starken Octavia: Am ersten Rallyetag machte ein streikender dritter Gang einen Getriebetausch erforderlich. Am nächsten Morgen lief der Motor nur noch auf drei Zylindern. Da dieser Defekt an Ort und Stelle nicht zu beheben war, gab das Team auf. Der dritte Lauf zur DRM 2003 ist die AvD-Sachsenring-Rallye, die am 30./31. Mai in Zwickau stattfindet. (Quelle: www.skoda-auto.de) |